Sep 08 2017

Polizei jagt Verbrecher mit Science-Fiction Methoden?

Einbrüche gibt es in Deutschland jährlich in großer Anzahl: 2015 gab es noch 167.000, im Jahr 2016 bereits mit 151.000 knapp 10% weniger.

Faszinierend ist diese weiterhin erschreckend große Zahl vor allem, wenn man bedenkt, dass Einbrecher zumeist nach demselben Muster handeln: Tatort, Tatzeit, Vorgehensweise und Diebesgut gleichen in überraschender Häufigkeit. Ebenso die Tatsache, dass oftmals mehrfache Einbrüche in kurzer Zeit im selben Gebiet begangen werden.  

 

"Precrime" bzw. "Predictive Policing"

„Precrime“ bzw. „Predictive Policing“ (zu deutsch: vorausschauende Polizeiarbeit) errechnet mittels einer Prognosesoftware auf mathematisch-kriminologischer Basis, wann und wo Einbrüche mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind. So will die Polizei gezielt gegen Einbrecher vorgehen, indem sie eher am Tatort sein oder den geplanten Einbruch sogar gänzlich verhindern will.

 

Die Resultate der Testphase in der Schweiz, welche seit Ende Juli 2017 die Prognosesoftware im Dauerbetrieb einsetzt, waren vielversprechend: 86% der Prognosen waren zutreffend, Einbruchsfälle sind stadtweit innerhalb eines halben Jahres um knapp 40% gesunken!

 

Basierend auf diesem Erfolg liefen oder laufen bereits Pilotprojekte in Berlin, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und NRW.

Nun zieht Bayern mit einer Testphase von sechs Monaten ab Mitte Oktober nach – mit derselben Software, die die Stadtpolizei Zürich in der Schweiz erfolgreich nutzt!

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