Sep 11 2017

Millionen Betroffene: Staubsauger zur Spionage eingesetzt?

Kleine, runde, fahrende Roboter sind in über 15 Millionen Haushalten bereits fest integriert – die sogenannten „Roombas“ von iRobot sind automatische kleine Reinigungsroboter, die eigenständig lernen, an den richtigen Orten zu reinigen, indem sie einen kompletten Lageplan der Wohnung anlegen und diesen abspeichern, um effizienter reinigen zu können. Der neue Plan des Entwicklers iRobot ist nun, die gesammelten Daten zu verkaufen.

Der seit 2015 verkaufte Roomba 980 verfügt über ein Karten- und Visualisierungssystem. Die somit angelegten Pläne des Haushalts sollen einem Smart Home zu Gute kommen, da somit viele Dienste, wie beispielsweise die Akustik von Audiowiedergabegeräten verbessert werden kann. Entwickler von Heimassistenten wie Alexa, Google Home und HomePod sollen vom Erwerb der Daten besonders profitieren. Dabei entsteht in großes Problem: was ist mit dem Datenschutz?

Laut iRobot-CEO Colin M. Angle werden die Daten nur der Nutzer verkauft, die damit einverstanden sind. Somit soll für Datenschutz garantiert werden. Dabei bleibt allerdings folgende Sicherheitslücke: Wenn iRobot auf Wunsch auf die Datenbank des Roomba zugreifen kann, müsste die Datenbank offen sein und für gewitzte Hacker ein Leichtes, diese auszunutzen. Zudem steht das Einverständnis für die Weitergabe der Daten in den Nutzungsbedingungen – und wenn wir ehrlich sind; wer liest sie sich schon komplett durch? Somit gibt jeder, der den Nutzungsbedingungen zustimmt, automatisch grünes Licht für den Weiterverkauf seiner Daten – also einer genauen Kartierung des eigenen Hauses oder der Wohnung – an Dritte. Das Einverständnis muss nachträglich schriftlich widerrufen werden.

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