Nov 13 2018

Whisky: Liebe auf den ersten Schluck?

Whisky polarisiert – entweder liebt oder hasst man seinen Geschmack. Viele, die eher letzterem Lager angehören, verwundert es daher kaum, dass er ursprünglich ein Abfallprodukt des Gersteanbaus war, mit dem sich die Bauern des schottischen Hochlands durch kalte Winternächte hindurch trösteten. Obwohl schon seit dem 15. Jahrhundert auf den Britischen Inseln verbreitet und durchaus beliebt, musste er zunächst jedoch in kleinen Destillen heimlich schwarz gebrannt und durch das Land geschmuggelt werden. 
Erst im 19 Jahrhundert wurde die Whiskyherstellung legalisiert. Zudem profitierten die schottischen Brennmeister auch von einer großen Reblausplage in Frankreich, durch die der Export von Wein und Weinbränden ins Stocken geriet. Da durch das in dieser Zeit entwickelte „Blenden“ Produkte gleichbleibender Qualität hergestellt werden konnten, wurde Whiskey europaweit schnell zum beliebten Modegetränk.

Vom Schmugglertrunk zu Schottlands Stolz

Als „Scotch“ darf sich ein Whiskey nur dann bezeichnen, wenn er in einer schottischen Destille nur aus Gerstenmalz und Wasser gebrannt, in Farbe, Aroma und Geschmack nicht durch künstliche Zusatzstoffe verändert wurde und einen Alkoholgehalt von mindestens 40 % vol aufweist. Es handelt sich somit um eine seit 2009 sogar rechtlich geschützte Herkunftsbezeichnung, ähnlich wie bei Cognac oder Champagner. 

Die bis heute verbreitetste Form von Whisky sind Blends: Etwa 70 Prozent der schottischen Produktion machen diese Mischungen aus einem oder mehreren hochwertigen Malt Whiskys sowie einem Grain Whisky aus. Doch auch Single Malts finden immer mehr Liebhaber. Die jährlichen Abfüllungen spiegeln mit ihren individuellen Aromen und Geschmäckern dabei stets die Region wieder, in der sie produziert wurden.

Geschmacklich so facettenreich wie seine Heimat

Die schottische Whisky-Produktion konzentriert sich bis heute auf fünf Regionen: Die Lowlands mit ihren eher als leicht und delikat geltenden Sorten, die Highlands mit würzigen, nach Honig und Heidekraut schmeckenden Whiskys, Speyside mit seinen eleganten, süssen Sherrynoten und leichter Süsse, Campbelltown mit seiner typisch salzigen Note, die ans Meer erinnert sowie die InselIslay, deren nach Jod und Seetang schmeckende Abfüllungen berühmt für ihre intensive Rauchigkeit sind. 

Nicht jede Region mag jedem Geschmack zusagen. Damit der erste Schluck Whiskey nicht zu Enttäuschung wird, haben wir euch einen Einsteiger-Guide mit je zwei für ihr Herkunftsgebiet typischen Vertretern zusammengestellt, mit denen ihr schnell herausfinden solltet, wo ihr euch geschmacklich am ehesten zu Hause fühlt.

Kontakt

Nachtumschau GmbH

Königswall 38-40

44137 Dortmund

Am Beliebtesten

Suche

Durchsuchen Sie die Nachtumschau