Jun 12 2017

NACHTUMSCHAU bei den 257ers in Essen

Im Rahmen von "1LIVE Eine Nacht in Essen" traten auch die 257ers in der ausverkauften Weststadthalle auf und gaben ihr neues Album zum besten. Dabei rockten sie die Halle und heizten ihren Fans so richtig ein. Die NACHTUMSCHAU war dabei!

Zwei Chaoten spielen für "Mutanten"

Die 257ers stammen aus Essen-Kupferdreh, einem Stadtteil im Süden der Pottmetropole. Idyllisch ist es hier: Ein ruhiges Fleckchen Erde mit einem Park, einem Wald, einem Supermarkt – eben rein gar nicht so, wie man sich den Pott vorstellt. "Wir sind hier der einzige Schmutz", lachen die 257ers. "Das muss an der Luft liegen." In der Tat haben die 257ers richtig einen der Klatsche – aber mit seiner ganz eigenen Humor- und HipHop-Definition haben sich die 257ers in den letzten Jahren von Essen aus eine riesige Fangemeinde erspielt. Die Postleitzahl ihres Heimatorts - 45257 Essen Kupferdreh - lieferte ihnen dazu den Namen.

Mit ihrer berühmt-berüchtigten Live-Show haben die Essener jede Halle von Deutschland bis nach Österreich und in die Schweiz abgerissen, sich eine sektenähnliche Anhängerschaft von "Mutanten" erspielt, die Jugendsprache durch Begrifflichkeiten wie "Akk!" und "Abgehn!" geprägt und Ende 2014 mit ihrem Album "Boomshakkalakka", das bei Selfmade Records veröffentlicht wurde, endlich auch die Chartspitze erklommen. Kein Wunder also, dass 1LIVE die beiden Chaoten in die Essener Weststadthalle eingeladen hat. Hier performten sie im Rahmen der "1LIVE Nacht in Essen" am Freitagabend (09.06.) ihre besten Hits und heizten dem Publikum beim ausverkauften Konzert mächtig ein. Und die NACHTUMSCHAU war dabei!

Die 257ers rocken die Essener Weststadthalle

Wir von der NACHTUMSCHAU durften als Pressevertreter dabei sein, als die Jungs von den 257ers die ausverkaufte Weststadthalle so richtig auf den Kopf stellten. Pünktlich um 21 Uhr gingen die Lichter aus und auf der Bühne zog Rauch auf. Die Menge tobt, denn die Fans in der unbestuhlten Halle wissen, das es jetzt endlich losgeht. Schließlich erscheinen Shneezin und Mike auf einem Gerüst auf der Bühne, begrüßen die Fans mit bester Laune und legen auch schon gleich mit der Musik los. Dabei singen die "Mutanten" ordentlich mit und feuern das Duo mit "zwei-fünf-sieben"-Rufen an. Dieses bedankt sich unter anderem mit Bier. Nicht jedoch in Flaschen - das wäre ja zu vorhersehbar. Nein, die Jungs lassen ein riesiges schwarzes Rohr von der Decke, richten es auf die Fans aus und lassen ordentlich Bier strömen. Wer heute noch nicht geduscht hat, bekommt jetzt eine Waschung mit Duschgel à la Bierduft- und Geschmack. Ob die Fans überhaupt schon Bier trinken dürfen? Denn der Altersschnitt auf diesem Konzert liegt bei unter 20. "Früher, als die 257ers noch nicht so mainstream waren und wirklich Rap gemacht haben, hatten sie auch ältere Fans", verrät mir Konzertbesucher Dennis, 24 Jahre alt. Doch zu dieser Zeit, konnte die Band eben keine Charterfolge verbuchen. Mit "mainstream" meint Dennis übrigens, dass die Jungs heute hauptsächlich Pop, statt Rap machen. Dabei nennen sich beide selbst Rapper und die 257ers ein Rap-Duo. Dass an diesem Abend jedoch hauptsächlich Pop statt Rap läuft, fällt auch uns auf. Nichtsdestotrotz muss die Akkustik in der relativ kleinen Halle gelobt werden. Davon abgesehen, dass die 257ers lobenswerterweise live gesungen haben, lieferten die riesigen Boxen einen satten und nicht übersteuerten Sound, der die Halle gut beschallte. Auch ist zu loben, dass die Jungs nicht nur Song an Song abgeklappert haben, sondern immer wieder mit dem Publikum redeten und in Kontakt blieben. 

Letztendlich war's also ein cooles Konzert, wenn man nicht ausschließlich auf Rap-Musik steht und auch nur diese an dem Abend erwartet hat.

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