Mar 28 2018
Gerhard Richters Bildinstallation im Reichstagsgebäude | © Deutscher Bundestag / Achim Melde

Holocaust im Reichstag

"Birkenau" heißt eines der berühmtesten Werke vom deutschen Maler Gerhard Richter, der den Bilderzyklus zum Holocaust nun dem deutschen Reichstag in Berlin als Leihgabe überlässt. Damit wird die grausigste Zeitepoche dieses Landes ein Teil des Sitz des deutschen Bundestages.

Es waren beklemmende Dokumentarfotos, die Gerhard Richter 2014 vorlagen. Sie stammen von Häftlingen aus dem NS-Vernichtungslager Birkenau und zeigen die nackte Wahrheit des Holocausts, als die Leben von Millionen Menschen gefordert wurden. Richter wusste, dass er das wichtige Thema aufarbeiten musste, entschied sich jedoch gegen die fotografische Darstellung und arbeitete künstlerisch an den Aufnahmen. Immer wieder übermalte er die Bilder abstrakt in mehreren Arbeitsgängen. 

Da er den Bilderzyklus "Birkenau" nicht verkaufen möchte, stellt er ihn nun als Leihgabe zur Verfügung – und zwar niemand geringerem als Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der das Werk am Montag, den 4. September 2017, im Reichstagsgebäude entgegen nahm.  "Jeder, der jetzt an diesen Platz der deutschen Demokratie will, muss hier hindurch – zwischen Birkenau und Nationalflagge. Das sind Erinnerungen, vor denen wir uns nicht wegducken dürfen, sondern die wir ganz bewusst im Bewusstsein behalten müssen," sagte Lammert im Beisein des Künstlers am Montag in Berlin.

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