• Buchtreu
    FAKT 01
    © Wan Fahmy Redzuan / Shutterstock.com

    Harry macht es vor.

    Solche Filme halten sich sehr rigoros an ihre Quelle, lassen wenig aus und bieten ihren Zuschauern alles, was auch das Buch bieten konnte. In der Regel lernen die Zuschauer vom Lesen und Gucken gleich viel – die Filme lassen nichts wichtiges aus und erfinden nichts irrelevantes dazu. Zwar sind die Filme aus Zeitgründen meist leicht komplimiert, aber sie nehmen sich die Literatur als wichtige Grund- und Vorlage. Ein gutes Beispiel dafür sind die gleichnamigen Verfilmungen der „Harry Potter“-Reihe von J. K. Rowling.

  • Umfangreich, bis ins Detail
    FAKT 02
    © Radu Bercan / Shutterstock.com

    Hier stimmt einfach alles!

    Hier geht es um Verfilmungen, die allen Kriterien von Punkt 1. gerecht werden und sogar noch eine Schippe drauf packen. Jeder Dialog, jeder Blick, jeder Gedanke aus dem Buch wird bis ins kleinste Detail auf die Leinwand gebracht. Die Zuschauer erleben das gesamte Feuerwerk des Buches in voller Blüte. Das bedeutet meist, dass die Bücher viel mehr Laufzeit brauchen und eine eigene Serie bekommen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin, unter dem Seriennamen „Game of Thrones“ bekannt.

  • Zu Kurz
    FAKT 03

    Wo ist der Rest?

    Das genaue Gegenteil zu Punkt 1. und 2. Wie quetscht man ein 800-Seiten Buch in einen 2-Stunden-Film? Die Antwort: gar nicht. Zwar gibt es Ausnahmen, wie die Verfilmung der „Der Herr der Ringe“-Trilogie von J. R. R. Tolkien, die in 3 Filmen mit einer Gesamtlaufzeit von über 700 Minuten (fast 12 Stunden) verfilmt wurde, meist kommen aber die Geschichten aus den Büchern viel zu kurz und die Verfilmungen schneiden allgemein sehr schlecht ab, vor allem, wenn man die wichtigen Teile einfach kürzt oder gar wegschneidet. Ein Beispiel dafür ist die gleichnamige Verfilmung von „Die unendliche Geschichte“, von Michael Ende.

  • Abgewandelt
    FAKT 04

    Fast gleich, nur etwas anders.

    Meist dienst ein Buch eher als Inspiration, statt einer Richtlinie. So nehmen sich viele Regisseure ein Buch vor, das ihnen gefällt und das sie verfilmen möchten. Aber voller eigener Ideen wandeln sie die Geschichte etwas ab. Das Setting bleibt meist das gleiche, so wie auch die Charaktere der Geschichte. Es ändern sich meist nur bestimmte Handlungsstränge und Szenen, doch die Welt und die Geschichte bleiben im großen und ganzen gleich oder sehr ähnlich. Als Beispiel dient hier das Buch „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ von Philip K. Dick, der in abgeänderter Form als Kult Klassiker „Blade Runner“ Platz auf der Leinwand fand.

  • "Film nach Motiven"
    FAKT 05

    Erkennen Sie etwas wieder?

    Meist wird der Begriff „Film nach Motiven von...“ eingesetzt, um dem Zuschauer zu vermitteln, welches Buch als Vorlage gedient hat (vor allem im Falle von Veränderungen, wie in Punkt 4. beschrieben). Erstaunlich ist allerdings, wenn man feststellt, dass die „Motive“ so verschwindend gering sind, dass man die Zusammenhänge nur am Titel feststellen könnte; der Inhalt des Buches und des Filmes sind so weit auseinander, dass es sich nicht nur um verschiedene Genres sondern meist verschiedene Geschichten handelt. So auch die Verfilmung von Jules Vernes Roman „Die geheimnisvolle Insel“, die unter dem Namen „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ nur den Titel und die Insel mit ihrer Romanvorlage teilt.

  • Unbekannte Literatur
    FAKT 06

    Es gibt ein Buch dazu?

    Manchmal kommt es vor, dass man keinen der 5 oben genannten Punkte bemerkt; von manchen Filmen weiß man oft gar nicht, dass sie einen Roman als Vorlage hatten. Ob sie ihre Geschichte abwandelten, ihr treu blieben oder auch nur „nach Motiven“ dieser Bücher gedreht wurden – diese Filme überschatten ihren literarischen Hintergrund (vielleicht auch, weil das Buch nicht so gut war). Dafür bedarf es lediglich eine talentierten Regie mit einer Vorliebe für wenig bekannte Literatur. Solche Filme gibt es nicht viele, aber eines der glänzendsten Beispiele dafür ist die Verfilmung des Romans „Ich bin Legende“ (auch bekannt als „Ich, der letzte Mensch“) von Richard Matheson, mit dem entsprechenden Titel „I am Legend“.