Sep 06 2017

Ihre Ratschläge sind über 200 Jahre alt - und betreffen uns alle

Kann ein Mann sich jemals ändern? Warum sind manche Frauen so schüchtern und in welchem Alter sollte man sich ernsthaft an einen Partner binden? Auf diese Fragen und noch viele mehr hat eine Frau die Antwort – obwohl sie schon über 200 Jahre tot ist. 

Jane Austen – eine zentrale britische Autorin des 19. Jahrhunderts, die Romane über das Leben, die Liebe und das Wesen der Menschen geschrieben hat. Mit Witz, Klugheit und unvergleichbarer Menschenkenntnis schuf sie Figuren, die sich Problemen und komplizierten Lebenssituationen stellen müssen – Situationen, die nicht nur damals, sondern auch heute noch Teil unseres (Liebes-) Lebens sind.

Liebe bleibt Liebe

Natürlich sind Gesellschaftsklassen, Besitztümer und strenge Familienangehörige heute keine Faktoren, die eine Beziehung negativ beeinflussen könnten (sollten sie zumindest nicht sein) – ganz anders sieht das aber mit menschlichen Werten aus, denn die haben sich seit 1811, dem Jahr in dem Austens erster großer Roman "Sense and Sensibility" erschien, überraschend wenig geändert. Das hat sich auch Jane Austens Ur- ur-, ur- ur-Nichte Rebecca Smith gedacht und den Ratgeber „Jane Austens Ratgeber für moderne Lebenskrisen“ verfasst. Darin antwortet sie gemeinsam mit Janes auf Fragen wie „Wie stelle ich einen neuen Mann meiner leicht durchgeknallten Familie vor?“ oder „Kann eine Fernbeziehung funktionieren?“. 

Die Zitate aus Werken wie „Emma“ und „Stolz und Vorurteil“ hat Smith geschickt ausgewählt und erschuf einen informativen, unterhaltenen und natürlich sehr romantischen Ratgeber, der sich wohl eher an Frauen richtet. So weiß die kluge Emma, „Wenn eine Frau im Zweifel ist, ob sie einen Mann erhören soll oder nicht, dann soll sie unbedingt einen Korb geben“ und in ihrem wohl bekanntesten Roman „Stolz und Vorurteil“ schreibt Austen, „Wenn eine Frau dem Gegenstand ihrer Neigung ihre Gefühle ebenso geschickt verbirgt, wird sie sich leicht um die Gelegenheit bringen, diese Gefühle eines Tages ausdrücken zu dürfen“ - daraus schließt Rebecca Smith, dass es als Frau durchaus wichtig ist, die Zuneigung gegenüber ihres Angebeteten zu zeigen, ohne dabei jedoch etwas zu forcieren. Traut sie sich nicht, könnte  sie, so Austen, die Gelegenheit, ihre Gefühlen offen zu zeigen, ein für alle Mal verpasst haben. Austen unterstützt in der Liebe also Ehrlichkeit, Direktheit und vor allem Mut bevor es zu spät ist. 

 

 

Nicht nur für Frauen, die Jane Austins Werke lieben und nun endlich die Möglichkeit erhalten, direkt indirekt einen Rat von ihr zu erhalten, sondern auch für jene, die an manchen Stellen im Leben (denn es geht nicht nur um Liebe) einfach nicht weiter wissen, ist dieses Werk ein absolutes Muss. Es ist informativ, aber nicht trocken, romantisch, aber dennoch bodenständig und vor allem ist es einzigartig – was in dem Urwald moderner Ratgeber gar nicht mehr so einfach ist. 

"Denk an die Vergangenheit nur dann, wenn die Erinnerung daran Vergnügen bereitet."
(Jane Austen, Stolz und Vorurteil) 

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