Apr 26 2018

Wenn Lesen zur Straftat wird – Diese Bücher sind verboten!

Man könnte behaupten, in einem Land wie Deutschland, in dem Rede- und Meinungsfreiheit eine der höchsten Prioritäten sind, gäbe es so etwas wie verbotene Literatur nicht. Dabei stauben in Wirklichkeit unzählige Exemplare sogenannter „Remota“ (aus politischen, juristischen oder moralischen Gründen aus dem Bestand entfernte Bücher) in den Giftschränken unzähliger deutscher Universitätsbibliotheken.

Der Akt der Beseitigung verbotener Literatur ist so alt, wie die Bücher selbst. Früher geschah das beispielsweise durch die Kirche, die Bücher konfiszieren oder vernichten ließ, deren Inhalt die Kirchen in den Grundfesten erschüttern könnte. Nazis verbrannten Bücher mit anderem Gedankengut, als dem ihren. Heutzutage werden die Bücher (aus Respekt vor der Literatur) nur der breiten Öffentlichkeit unzugänglich gemacht und nicht zwangsweise vernichtet.

Generell werden solche Bücher weggesperrt, um die Jugendlichen vor gefährlichem Gedankengut fern zu halten. Seien es politisch brisante Weltbilder wie in Adolf Hitlers „Mein Kampf“, sexuell anstößige Werke wie de Sades „Philosophie im Boudoir“ oder religionskritische Texte wie Umberto Ecos „Der Name der Rose“. Auf dem Index stehende Bücher werden in der Regel nach etwa 25 Jahren einer erneuten Prüfung unterzogen und eventuell freigegeben (wie das gewaltverherrlichende Werk Bret Easton Ellis', „American Psycho“ im Jahr 2001).

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