• SCHMUCKHAFTES FESTMAHL
    Nr. 01

    England

    Wie bei uns, gibt es in England an Heiligabend, also „Christmas Eve“ ein großes Festessen. Der erste Unterschied ist aber, dass die Briten das ganze mehr ausschmücken. Nicht nur Wohnungen, sondern auch Teller und teils Essen werden mit bunten Girlanden, Hütchen, Tröten usw. dekoriert. Nach dem Truthahn gibt es Plumpudding und in diesem wird eine Münze versteckt. Die Person mit der Münze in seiner Portion, darf sich etwas wünschen. Von der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wird dann ein Seil gespannt, an dem Socken hängen. Diese wird „Father Christmas“ dann nachts mit Geschenken füllen.

  • DOPPELTE FREUDE IST SCHÖNERE FREUDE
    Nr. 02

    Frankreich

    In Frankreich wird man gleich zweimal beschenkt. Am 24. Dezember gibt es zunächst ein pralles Festmahl, das „Le Reveillon“. Hier beweisen die Franzosen, was sie drauf haben, und tischen Austern, Schnecken, Truthähne und vieles mehr auf. Nach dem Essen geht es zur Mitternachtsmesse in die Kirche und wenn die Kinder danach in ihre Schuhe blicken gibt es die erste Überraschung. Die Kleinen dürfen sich über Geschenke vom französischen Weihnachtsmann, dem „Père Noël“, freuen. Das ist aber noch nicht alles, denn am 25. Dezember kommt er mit seinem Korb (nein, er hat keinen Sack) wieder und beschenkt noch einmal richtig.

  • DIE SCHWEDEN MACHEN LÄNGER
    Nr. 03

    Schweden

    Das schwedische Weihnachtsfest heißt „Julfest“ und geht vom ersten Advent bis zum 13. Januar, also ein ganzes Stück länger als bei uns. Neben dem 13. Dezember, an dem die Schweden den Tag der heiligen Lucia feiern, ist der Heiligabend der wichtigste Tag der Weihnachtszeit und wird mit einem festlichen Abendessen eingeleitet. Die traditionellen Gerichte sind Schweinfußsülze, Reisbrei und Fisch in Cremesoße. Nach dem Festmahl werden die Kerzen an dem, mit Strohpuppen und Gebäck geschmückten, Weihnachtsbaum angezündet. Danach freuen die Kinder sich auf die Bescherung und Geschenke vom schwedischen Weihnachtsmann, dem „Jultomten“. Das Ende der Weihnachtszeit am 13. Januar begießen die Erwachsenen mit Julbier.

  • KEIN VORWEIHNACHTLICHES NASCHEN
    Nr. 04

    Polen

    Mit dem ersten Advent beginnt in Polen auch die Fastenzeit und die endet erst, wenn am Heiligabend der erste Stern am Himmel steht. Dann gibt es ein Festmahl, bei dem mit einem extra Gedeck auf Gastfreundschaft hingewiesen wird und unerwarteter Besuch immer willkommen ist. Bevor es zum Essen geht, bricht jeder ein Stück einer Oblate ab, übergibt sie den jeweils anderen und wünscht der Person persönlich nur das Beste für das nächste Jahr. Danach gibt es einen großen Schmaus mit 12 Gängen, jeder für einen Apostel. Aufgetischt werden allerlei Leckereien, doch statt Fleisch gibt es Fisch. Mit prall gefüllten Mägen geht es ans Öffnen der Geschenke und dann zur Mitternachtsmesse.

  • AND THE WINNER IS...
    Nr. 05

    Spanien

    Spanier lieben Lotto und für viele beginnt Weihnachten erst richtig mit der Weihnachtslotterie am 22. Dezember, einem riesigen Ereignis. Die Spanier schmücken das Haus zu Weihnachten zwar, aber es gibt keinen Weihnachtsbaum sondern nur eine Krippe. Am 24. gibt es, wie bei uns, ein Festmahl und die Mitternachtsmesse, aber keine Geschenke. Die gibt es erst am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, welche auch die Geschenküberbringer sind. Am 5. Januar, wenn die drei Könige auf Kamelen in die Stadt reiten, müssen die Kinder Wasser und Brot für sie vor die Tür legen. Am nächsten Tag bekommen sie dann als Dank ihre Geschenke. Unartige Kinder gehen allerdings leer aus und müssen sich mit einem Stück Kohle zufriedengeben.

     

  • VERHEXTE WEIHNACHT
    Nr. 06

    Italien

    Infos:

    Im frommen Italien gibt es traditionell ein Festessen mit der Familie und einen anschließenden Besuch der Mitternachtsmesse. Doch auch in Italien gibt es am Heiligabend noch keine Geschenke und das einzige, was unter den Weihnachtsbaum darf, ist die Krippe. Die Südländer müssen sich bis zum Dreikönigstag gedulden. In einigen Regionen bringt der Weihnachtsmann oder das Christkind Geschenke, doch die alte Tradition besagt, dass die Dreikönigshexe Befana Präsente verteilt. Der Glaube sagt, dass sie sich in der Weihnachtsnacht zu spät auf den Weg machte, den Stern verpasst hat und nun immer noch auf der Suche nach der Krippe ist. Beim Verteilen der Geschenke hofft sie, auf das Christkind zu treffen.