Apr 11 2017

Pink ist politisch. Und männlich

Rosa Strickmützen beim Women's March als Protestsymbol gegen Donald Trump, Merkel in pink- oder fliederfarbenen Hosenanzügen, May in pinken Schuhen und auf Laufstegen, in Online-Shops oder in den Geschäften: Verschiedene Nuancen der mit Frauen und Kitsch assoziierten Farbe zeigen, dass Pink nicht mehr Mädchen und Barby ist, sondern Frau, Stärke und Politik.

 „Wir wollen dafür sorgen, dass Pink wieder Punk, dass Rosa auch politisch sein kann. Wenn Rosa für Weiblichkeit steht, dann kann es auch für Politik und für politisches Denken und Handeln stehen, weil Frau-sein per se ja immer noch politisch ist.“ (Mareike Nieberding, Gründerin von Demo, einer Initiative zur Politisierung von Jugendlichen)

 Aber nicht nur Frauen stehen zu pink, sondern auch Männer sollten endlich (pinke) Farbe bekennen und damit zeigen, dass es keine Farbe, keine Kleidung und keine Eingrenzungen nur für Frauen gibt.  Guccis Designer-Anzüge sind diesen Frühling schon rosa, Stars wie Drake oder Fußballvereine wie Juventus Turin tragen pink und die Online-Botique MrPorter.com schreibt, „Echte Männer tragen in diesem Frühling Pink“.

Diese Beispiele beweisen, dass pink überall sein kann und sogar muss. Wenn harte Männer wie Rapper und Fußballer pink tragen können, nimmt das auch anderen nicht ihre Männlichkeit. Sie zeigen, dass pink keine Frauenfarbe ist, weil es keine Frauenfarbe mehr geben sollte. Und auch keine Frauenberufe, Frauenverbote oder Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen. Männer sollten Frauen Rechte abgeben und Frauen den Männern – zum Beispiel das Recht auf die Farbe pink.
Dass pinke Badehosen und Anzüge nicht verweichlichen, sondern gut und männlich aussehen können, wussten schon unsere Vorfahren: Bis zum 18.Jahrhundert waren Rot und Rosa die Farbe der Männer.

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