Sep 11 2017

Vorwürfe gegen Raucher erhärten sich

Zum Wohle der Nichtraucher wurden viele Regeln aufgestellt, was Zeitpunkt und Ort fürs Rauchen angeht. Viele kennen die für Raucher dedizierten gelben Vierecke an Bahn-Haltestellen und besondere Raucherzimmer auf Arbeitsplätzen. Passivrauchen, also das Einatmen von Tabakrauch Anderer, ist nachgewiesen ebenfalls gesundheitsschädlich und krebserregend. Alle Beschränkungen gegenüber Rauchern sollten also die Nichtraucher schützen. Studien beweisen aber: dieser Plan geht nicht auf!

Am Arbeitsplatz wird nicht geraucht – mit dieser Regel dürfte jeder Arbeitnehmer vertraut sein. Doch während 2009 gerade mal 14,8 Prozent der Nichtraucher am Arbeitsplatz Tabakrauch ausgesetzt waren, wurden es 5 Jahre später bereits 20 Prozent. Diese Zahlen sind überraschend hoch, allerdings noch weit unter dem EU-Durchschnitt, bei dem 27,5 Prozent der Nichtraucher am Arbeitsplatz Rauch ausgesetzt sind. Eine genaue Erklärung konnten die verantwortlichen Wissenschaftler nicht auf die Frage geben, warum es der Fall ist. Spekuliert wird nur, dass die bisherigen Vorkehrungen für den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz unzureichend sind. 

Überraschend ist, dass die Zahl der Passivraucher an Restaurants und Bars zurück geht. Man könnte weiter spekulieren und behaupten; wenn Rauchen am Arbeitsplatz nur innerhalb der Mittagspause erlaubt ist (die für alle Mitarbeiter zur gleichen Zeit beginnt), könnte es sein, dass die Nichtraucher durch die Qualmwolken hindurch müssen, die ihre Raucher-Kollegen vor der Eingangstür ihres Arbeitsplatzes hinterlassen. Man könnte allerdings auch annehmen, dass die Zahl der betroffenen Nichtraucher nur steigt, weil die Zahl der Nichtraucher schlichtweg zunimmt. Das alles sind aber nur Spekulationen.

Tatsache hingegen ist, welche Folgen Passivrauchen haben kann. Es ist „beunruhigend, dass die Anzahl an Arbeitern, die in Büros, Geschäften und Fabriken Passivrauch ausgesetzt sind, deutlich zunimmt“, so ein Sprecher des Imperial College. Tatsächlich sterben laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum allein in Deutschland rund 3000 Menschen jährlich an den Folgen des Passivrauchens.

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